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Mit Eiern Gutes vergelten

Theo Gantner erhielt 1981 Ostereier von Antal Tiszamarti aus Marcali in Ungarn. Der Schenkung ging ein eindrücklicher Briefwechsel voran. Darin begründete die alte Dame rührend, weshalb sie die Eier an die Schweiz verschenken wollte:

Ausschnitt aus einem Brief, auf vergilbtem Papier, mit Schreibmaschine getippt

Sie hatte es eilig, weil sie offenbar zuckerkrank war und befürchtete, bald zu sterben. Vor ihrem Tod wollte sie die Eier an einem sicheren Ort wissen.

Sie packte die Eier in zwei Koffer – stellte fest, dass diese mit 170 Eiern besser gefüllt waren – und brachte diese auf die Schweizer Botschaft. Dort wurden sie von einem pensionierten Mitarbeiter des Museums abgeholt. Wobei Antal Tiszamarti dennoch Bedenken äusserte:

ein weiterer Ausschnitt aus dem Brief
Aus dem Bild sind fünf Ostereier zu sehen. Sie sind reich verziert. Teils mit Pflanzenmotiven oder Sommervögeln, teils mit abstrakten Mustern. Grün und Braun dominieren, aber auch Rot ist viel zu sehen.

Eine kleine Auswahl der reich verzierten – oft mit Flora und Fauna – ungarischen Ostereier.

Und auch um die Zukunft war die Dame, die zwei Weltkriege erlebt hatte, besorgt:

Der letzte Ausschnitt aus dem Brief